Is your cat secretly bossing you around? Look for these signs
Suzy Godsey
Hunde haben Besitzer und Katzen haben Personal, so heißt es zumindest. Vielleicht ist da ja etwas Wahres dran, denn manche Menschen würden es nie wagen, ihrer Katze Befehle zu erteilen – man muss ja schon träumen, um das überhaupt nur vorzuschlagen! Typischerweise werden Katzen als distanzierte Wesen angesehen, die Zuneigung nur zu ihren eigenen Bedingungen zeigen.
Da ich schon seit Jahren mit Katzen zusammenlebe, weiß ich aus Erfahrung, dass viele gängige Mythen unbegründet sind. Meine Sichtweise ist, dass alle Tiere die Energie von Führung erkennen. Wenn du bereit bist, die Führung zu übernehmen, spüren das ein Pferd, ein Hund, ein Vogel oder ein Mensch. Nun, Katzen brauchen vielleicht ein bisschen mehr Überzeugung (oder Manipulation) UND es ist trotzdem möglich, sie zu führen.
Lass uns zuerst einmal schauen, ob deine Katze dich bereits um ihre Pfötchen gewickelt hat. Du erkennst es an diesen Hinweisen.
1 Du versuchst ständig, ihren Appetit zu locken
Eine Freundin erbte eine Katze, die sehr wählerisch beim Futter war. Später, als die Katze gestorben war, meinte meine Freundin, sie sei zwar traurig, werde aber jetzt eine Menge Geld sparen. Natürlich fragte ich sie, wie sie das meine. „Nun, meine Katze war eine extrem wählerische Esserin, also habe ich immer wieder anderes Futter gekauft, um ihren Appetit anzuregen“, antwortete sie.
Katzen können in der Tat sehr wählerisch sein. Im Gegensatz zu den meisten Hunden fressen sie nicht tagein, tagaus glücklich dasselbe Futter. Für mich ist das eines ihrer Geschenke. Katzen können großartige Lehrer sein. Sie laden uns ein, uns ihrer Bedürfnisse bewusster zu werden, anstatt ihnen routinemäßig immer die gleichen Mahlzeiten vorzusetzen. In verschiedenen Jahreszeiten ändern wir ja auch unsere Ernährung, warum sollten unsere Tiere das nicht auch tun?
Als ich früher Katzenfutter einkaufen ging, schaute ich mir das Futter in den Regalen an und stellte mir selbst ein paar Fragen. Welches Futter würde meine Katze dieses Mal wohl gerne mögen? Interessanterweise kaufte ich so verschiedene Futtersorten, die sie dann auch genossen. Wie du vielleicht weißt, ist es möglich, sich energetisch auf unsere Tiere einzustimmen, indem wir einfach eine Frage stellen, weil wir sowieso schon miteinander verbunden sind. Was wäre, wenn wir uns selbst herausfordern würden, bewusster zu sein? Dem Wohl unseres Tieres zuliebe, wenn nicht schon für uns selbst.
2 Du bist verärgert, wenn deine Katze nicht tut, was du sagst
Ist dir schon mal aufgefallen, dass die meisten Menschen mit Tieren sprechen, um ihnen einen Befehl zu geben? „Komm! Sitz. Bring! Essenszeit!“ Hunde scheinen das zu tolerieren, aber Katzen reagieren nicht besonders gut darauf, wenn man ihnen Befehle erteilt. Ganz klar, wir müssen einen anderen und überzeugenderen Ansatz wählen.
Meine Katze Bubba hat mir beigebracht, dass sie eine Sache fast immer tat, wenn ich ihr die freie Wahl ließ.
Ich konnte ihr zum Beispiel niemals befehlen, aufs Bett zu springen, um Zeit miteinander zu verbringen. Aber wenn ich sagte: „Hey Bubba, möchtest du aufs Bett springen? Nur, wenn du Lust hast!“, dann tat sie es. Bubba war, streng genommen, keine Schoßkatze, aber sie konnte sehr anhänglich sein.
Wenn wir das Tiertraining zu ernst nehmen, wird es ganz schnell langweilig. Wenn wir dagegen spielerisch darum bitten: „Tust du das für mich? Wie wäre es, wenn wir zusammen ein bisschen Spaß haben?“, spielen sie viel eher mit. Je weniger Druck, Zwang oder Erwartung hinter deiner Bitte steckt, desto erfolgreicher wirst du sein. (Das gilt übrigens auch für menschliche Beziehungen!)
Eines darfst du nicht vergessen: Erwarte von einem Tier nicht, dass es gegen seine Natur handelt. Wenn deine Katze leidenschaftlich gerne Nagetiere oder Vögel jagt, wird sie damit nicht aufhören, nur weil du sie nett darum bittest. Was ist in einer solchen Situation sonst noch möglich? Was wäre, wenn du ein ganz anderes Gespräch mit deiner Katze führen und einen Weg finden könntest, der für beide Seiten funktioniert? Du könntest zum Beispiel zu deinem Tier sagen: „Ich weiß, dass du das Jagen liebst, und bitte lass alle Überreste (oder Mäuse) draußen.“
3 Du tust alles, um deine Katze ja NICHT zu verärgern
So überraschend es klingen mag: Manche Menschen fahren nicht in den Urlaub oder stellen ihre Routine nicht um, aus Angst, ihre Haustiere zu verärgern. Für mich bedeutet Führung, Tiere in unser Leben einzubeziehen und sie zu einem Teil der Familie zu machen. Ich werde mein Leben nicht auf den Kopf stellen, nur um es meinen Tieren recht zu machen, und das verlangen sie auch gar nicht von uns.
Katzen sind nicht besser als wir, obwohl sie mystische Talente und Fähigkeiten besitzen. Die alten Ägypter glaubten, dass Katzen aus einem Ort jenseits des Todes stammten. Es gibt verschiedene ägyptische Mythen und Legenden rund um Katzen. Einem bestimmten Mythos zufolge nahm einer der Götter die Gestalt einer Katze an und gebar 9 andere Götter. Sagen wir deshalb, dass Katzen 9 Leben haben? Das ist gut möglich, aber trotzdem kein Grund, sich von Katzen herumkommandieren zu lassen.
Tiere ermächtigen uns zu neuen Möglichkeiten, und dazu gehört auch, dass wir bessere Kommunikatoren und Anführer werden.
Wenn wir unsere Katzen weder herumkommandieren müssten noch uns von ihnen herumkommandieren lassen würden, könnten wir dann nicht einfach ihre Einzigartigkeit feiern? Welcher ganz andere Raum und welche Art der Kommunikation ist mit den Katzen um uns herum möglich?

